Die Chronik

Der Hof
Der Burgherr
Die Chronik
Der Spielmann
Der Alchimist
Die Amme
Der Vagabund
Das Burgbuch
Der Spion
Der Fremde
Geneigter Leser, wieder einmal greife ich zur virtuellen Feder, denn gar merkwürdiges geht vor in dieser Stadt. Aber dazu gleich mehr. Zuerst sei darauf hingewiesen, dass die Ausführungen zu meinem Umzug keineswegs Opfer des Kaminfeuers wurden, nein, leset nur hier weiter

Wohlan geneigter Leser,

Für fünf Tage werd ich nun wieder schreiben, denn gar merkwürdiges geht vor in der Stadt. Seit Tagen erklingt hier und dort Spielmannszugmusik. Auch trommeln sich Herolde durch die Stadt.

 Blumenkästen sind rot- Grün bepflanzt, überall hängen Wimpel und Fahnen in eben jenen Farben der Stadt. Selbst die Gasthäuser legen Tischdecken in Grün und rot auf.

Ein großer Rummel wird aufgebaut mit Lebensgefährlichem Fahrgewerke und allerlei Ständen verschiedensten Zeitvertreibs. Die Mühle, die nicht mehr zu benutzen schien, trägt eine neue Flügelbespannung und dreht sich munter im Winde. An einer Burg sah ich gar einen Balkon, einfach an das Haus gezimmert, denn jeder will in der ersten Reihe sitzen.

Jeder freie Platz wird mit einem Bierzelt besetzt, Der Braumeister gegenüber meiner Burg schiebt seit Tagen Sonderschichten.

Kurz gesagt, die ganze Stadt spielt verrückt

Das Freischießen wirft seine großen Schatten voraus. Alles dreht sich um das Fest, welches die nächsten 5 Tage die Stadt in Atem halten wird.

Früher konnte man sich für ein Jahr von seinen Steuern und Abgaben freischießen. Heute lädt der siegreiche Schütze seinen gesamten Verein und noch viele andere wichtige Leute zum Gelage und bringt sich so frohen Mutes um Hab und Gut.

Und die ganze Stadt ist auf den Beinen Feiert, feiert, feiert. Wer arbeiten muss, feiert bis ins Morgengrauen, wer von der Fron befreit ist, geht gar nicht mehr ins Bett.

Ich bin gespannt auf weitere Beobachtungen und lasse euch sicher davon wissen

Nun war ich für einige Tage ausserhalb der Stadt so habe ich sicher den größten Trubel verpasst, aber noch ist das Fest nicht vorbei. Der Abend neigt sich über die Stadt und Herden von Menschen zieht es zu dem Festplatz und den Zelten hin, die sie, wie ich gestern den Eindruck gewann, nicht vor Anbruch des nächsten Morgens  verlassen. Kaum verklingen die Fanfaren des einen Spielmannszuges erklingen die Trommeln des nächsten. Die ganze Stadt ist erfüllt von Paukenschlag, Glockenspiel und Flötenschmettern. Morgen abend ist der Spuk vorbei.