Eine Liebesgeschichte am Brunnen zu AVALON

Es war einmal ein unbedeutender Freiherr aus AVALON, der eines Tages von einem großen Feste zu Essen hörte, bei dem jeder eingeladen war, der gern des Spielens zu Tische fröhnte. Doch dem kleinen Freiherrn umgab gar ein großer Kummer. Wie sollte er zu diesem Feste gelangen? Sein Beutel war so leer, dass die Hunde schon an seinem Beine ihre Notdurft verrichteten. Sein Gaul war müde, sein kleiner Karren alt und morsch. Selbst wenn er es nach Essen schaffen sollte, wo sollte er sein müdes Haupt nach dem Feste betten? Alle Herbergen waren bis unters Dach gefüllt oder verlangten gar viele Taler für Ihre Dienste.

All seinen Kummer erzählte der kleine Kellu der Landgräfin Fiete am Marktbrunnen zu AVALON. „Ach“, sprach sie „der schnöde Mammon kann es doch nicht sein, der verhindert, dass du in Essen nächtigen kannst! Ich biete dir ein Lager auf dem Boden in meiner bescheidenen Hütte zu Essen an.“ Da strahlte der Kellu gar sehr und machte sich sehr gespannt auf die Tage, die da kommen mochten, auf den Weg in die große ferne Stadt.

Die gute Landgräfin Fiete hatte eine wunderschöne, gutherzige Tochter, jajam. Patrizierin jajam war sehr besorgt um ihre Mutter, denn so recht kannte niemand den Freiherrn Kellu. Er konnte ja ein Bösewicht, ein Wegelager oder gar Schlimmeres sein! So begab auch sie sich zu ihrer Mutter in das Haus, um sie zu beschützen. Doch die Befürchtungen waren umsonst. Es waren gar wunderbare Tage in Essen. Tag für Tag gingen die drei in die Hallen zum Spielen und trafen gar viele Bürger anderer Städte aus den BrettSpielWelt-Städten. All überall herrschte Eitel Sonnenschein und mit einem strahlenden Lächeln versprach man sich, auch nach Jahresfrist wieder beieinander zu sein.

Vielleicht war es dieses strahlende Lächeln, eine unbedachte Berührung - oder ein zufälliger Blick - von nun an lagen der kleine Freiherr Kellu und die wunderschöne Patrizierin jajam Nacht für Nacht in ihren Betten und hofften, das Jahr möge bald vorüber sein, um den anderen schon viel schneller wieder sehen zu können, denn sie konnten sich nur in ihren Träumen treffen. Stundenlang saßen der Freiherr und die Patrizierin am Brunnen oder in den Hütten zu AVALON und malten sich ein gemeinsames Leben aus. Mehr und mehr bemerkten sie, dass sie einander sehr lieb gewonnen hatten und ihre Sehnsucht wurde größer und sie sahen sich schon bald auch in der anderen Welt. Doch viel zu oft blieben ihnen nur die Worte am Brunnen zu AVALON, um sich miteinander verbunden zu fühlen.

So ging das tagein, tagaus, wohl zwei bis drei Monde waren vergangen, bis sie eines Tages beschlossen, ihre Träume wahr werden zu lassen. jajam zog fort zu Kellu in seine kleine Herberge und sie liebten sich Tag für Tag mehr... Heute ist Fiete Prinzessin, jajam Freifrau und Kellu Großfürst zu AVALON. Kellus und jajams Residenzen stehen ganz dicht beieinander, doch in der „anderen“ Welt bewohnen ihre Herzen längst eine gemeinsame Residenz, vielleicht sogar bis an ihr Lebensende...

Der Kellu

Alternatives (wahres) Ende:

...Heute ist Fiete Prinzessin, jajam Freifrau und Kellu Großfürst zu AVALON. Kellus und jajams Residenzen stehen ganz dicht beieinander. Und in der „anderen“ Welt bewohnen sie seit 2 Monaten ein kleines Häuschen. Und im nächsten Sommer wird gar großer Jubel sein in AVALON. Denn jajam trägt unter ihrem Herzen ein kleines Licht, das bis August wachsen muss, um dann das Glück des kleinen Kellu und der schönen jajam durch das Wunder seiner Geburt zu schmücken.